Was ist eine Sterilisation ?

Was bedeutet Sterilisation bei Frauen ?



Eine weibliche Sterilisation (female sterilisation) nennt man das Durchtrennen / Abbinden der Eileiter (tubal ligation).


Eine Sterilisation der Frau ist eine schwierigere Operation als die Sterilisation beim Mann. Sie wird normalerweise unter Vollnarkose durchgeführt.

Die Eileiter können durchgeschnitten werden, versiegelt und aneinander geknüpft, abgebunden, mit einer Kunststoffklammer abgeklemmt oder blockiert werden (wobei, das Gewebe durch Hitzezufügung verschweißt wird). Die dritte Methode ist am einfachsten rückgängig zu machen und wird deshalb am häufigsten angewandt. Die Sterilisation sollte an der mit dem orangenen Pfeil gekennzeichneten Stelle vorgenommen werden, damit die den Eierstock versorgenden Gefäße nicht mitverschorft werden.

 

 

Aufgrund dieser Operation ist es für das Sperma unmöglich sich mit einer Eizelle zu vereinen und für die Eizelle unmöglich in die Gebärmutter zu gelangen, wodurch eine Schwangerschaft verhindert wird. Der Eisprung findet weiterhin statt. Die Eizelle gelangt aus dem Eierstock in die Bauchhöhle und wird dort resorbiert. Spermien gelangen nur bis an die verschlossene Stelle im Eileiter. Die Monatsblutung findet weiterhin statt und die sexuelle Erlebnisfähigkeit verändert sich nicht.

Die Sterilisation wirkt sich in der Regel nicht auf den Hormonhaushalt, vorausgesetzt diese wurde korrekt durchgeführt. Nach der Sterilisation kann selten eine Störung in der Hormonproduktion der Eierstöcke auftreten. Dies kann in seltenen Fällen zu Schmierblutungen vor und nach der Regel führen. Falls bei der Sterilisation zu breite Versiegelungzangen eingesetzt wurden oder die Gefässe, die den Eierstock mitversorgen (siehe Bild, Pfeil) verschorft wurden oder die Verschorfung zu "breit" vorgenommen wurde, so dass auch die Gefässe, die zum Eierstock führen, verschorft wurden (siehe Bild unten, Pfeil), kann es zur einer "verfrühten" Menopause kommen.