Andere Verhütungsmethoden

 

Gefahren von Verhütungsmethoden



 

Nebenwirkungen von Pille, Spirale und Sterilisation

 

Zur hormonalen Antikonzeption („Pille")

Östrogene und Gestagene sind synthetische (künstliche) Steroidpräparate. Als solche beeinflussen sie im menschlichen Organismus alle Stoffwechselprozesse. Steroide, sind Pharmaka, die als Langzeitmedikation bei gewissen Krankheiten ALLE mit Nebenwirkungen, Risiken und gesundheitlichen Risiken verbunden sind.

Diskutiert werden folgende Nebenwirkungsgruppen:

1. Kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Nebenwirkungen (Thrombosen aller Lokalisationen, Embolien, Hirnblutungen, Herzinfarkte, Blutdrucksteigerungen etc.)

2. Krebsrisiken: Zur Zeit sind sechs verschiedene Krebsformen in Diskussion:

a) Gebärmutterhalskrebs (Portio-/Zervix-Ca)

b) Gebärmutterschleimhautkrebs (Endometrium-Ca)

c) Eierstockskrebs (Ovarial-Ca)

d) Brustkrebs (Mamma-Ca)

e) gewisse Hautkrebsformen (malignes Melanom)    

f) Leberzell-Krebs

3. Ernsthafte weitere Störungen wie gutartige Tumore der Leber, der Brust und der Eierstöcke (z. B. Zysten).

4. Infekt-Förderung und Kinderlosigkeit

5. Magen-Darmveränderungen

6. Augenstörungen

7. Psychische Störungen (Depression, Libidoverlust, Persönlichkeitsveränderungen)

8. Eng mit den Eierstockszystenbildungen hängt auch die Beeinträchtigung der Verhütungssicherheit und die antinidative Abortivwirkung (abtreibende Wirkung) der hormonalen AC zusammen.

9. Die Frage der Mißbildungen

 

 

Zur Spirale

Die Spirale (IUD) ist in erster Linie ein abtreibendes Mittel – bedingt durch eine durch die Spirale verursachte Reizentzündung der Gebärmutterschleimhaut. Diese verhindert die Einnistung des Embryos und führt so zu seiner Vernichtung.

Die hauptsächlichen Nebenwirkungen der Spirale bestehen in Blutungen, Schmerzen, Infektionen (zum Teil schwere Bauchfellentzündungen), häufig mit Sterilitätsfolge – sowie in künstlich verursachten, aber auch spontanen Perforationen der Gebärmutterwand (es wurden bei Spontanperforationen Spiralen bis in die Lebergegend hinauf gefunden). Aufgrund dieser Nebenwirkungen sind in den USA an die 2500 Haftpflichtprozesse hängig (mit Schadenersatzforderungen in Dollar in Milliardenhöhe), so daß ab Beginn 1987 in den USA der Verkauf von Spiralen vollständig eingestellt worden ist. Die Spiralen werden seither dort lediglich noch für die Drittweltländer produziert und für die übrigen Industrienationen.

Die Spirale ist ein in die Gebärmutter eingeführter Fremdkörper, zum Teil verbunden mit Kupfer und/oder Gelbkörperhormon (entsprechend demjenigen der Pille). Die Spirale trägt einen in die Scheide ragenden Faden. Der Faden dient der Kontrolle, ob die Spirale noch in der Gebärmutter liegt und schafft damit eine Verbindung durch den infektabdichtenden Schleimpfropf des Gebärmutterhalses zur Scheide.

Man versucht dauernd die Spirale zu verbessern und sie auch sicherer zu machen – unter anderem durch Erhöhung des Kupfergehaltes. Der Beweis dafür, daß sich ein genügender Prozentsatz von Spermien dadurch nicht beeindrucken läßt, liefern 8 -10 x erhöhte Zahlen an Eileiterschwangerschaften (der Pearl-Index des IUDs wird mit 0,4 – 2 – 3 – 17 – 24 Schwangerschaften pro Jahr und 100 spiraltragenden Frauen angegeben, – je nach Spiralenart und Umständen).

 

Zur Sterilisation:

Die Sterilisation der Frau ist (wie die Vasektomie beim Mann) eine operative endgültige Methode der Familienplanung. Sie ist ein absoluter Wahleingriff. Auch hier sollten die Risiken deshalb gleich 0 sein. Weil dies nicht der Fall ist, gaben die amerikanischen Gynäkologen vor 2 1/2 Jahren eine Verlautbarung heraus, die Tubensterilisationen künftig äußerst restriktiv zu handhaben. Auch in Europa wird bereits nach Kriterien gesucht, die die schlechten Erfahrungen der letzten Jahre mit Tubensterilisation und Vasektomie eingrenzen oder verbessern könnten – insbesondere durch Ausschluß von besonderen Risikofaktoren und durch wiederholte, eingehende vorgängige Aufklärung der Paare über die möglichen Folgerisiken.

Bei der Sterilisation können folgende Problemkreise auftreten: Narkosezwischenfälle, Thromboembolien (vor allem, wenn der Eingriff nach einer Geburt oder unter bzw. bald nach Absetzen der OH durchgeführt wird), Blutungen und Sepsis (beides eher durch eine Unterbindung mittels Bauchspiegelung auftretend, infolge Verletzungen von großen Gefäßen oder Darmanteilen), Herzrythmusstörungen, Kreislauf- und Lungenkollaps etc. – All dies hin und wieder auch verbunden mit Todesfällen. Risikoreich sind immer auch die Eileiterschwangerschaften: Bei Sterilisationsversagern treten sie zu ca. 50 % auf und sind mit rund 10 % an der mütterlichen Mortalität beteiligt.

Zunehmend werden heute Periodenstörungen mit verstärkter und/oder schmerzhafterer Periode ab Unterbindung gemeldet, (mit der Folge von gehäuften Gebärmutterentfernungen). Einige Autoren fanden einen nach der Sterilisation erniedrigten Gelbkörperspiegel im Blut (dies vor allem nach laparoskopischer Unterbindung) und sie vermuten eine durch die Sterilisation verursachte Durchblutungsstörung des Eierstockes als Ursache dafür. Sogar der Verdacht auf Brustkrebsförderung – ausgelöst durch diese gleiche zirkulatorisch-hormonelle Basis, wird zur Zeit durch eine größere Studie untersucht.

 

Eine ausführliche Beschreibung der Verhütungsmethoden finden Sie hier: